Luftbestattung

Bestattungsort durch den Wind

Die Luftbestattung ist eine außergewöhnliche Form der Feuerbestattung, bei der die Asche der verstorbenen Person nicht wie üblich am Boden beigesetzt wird, sondern aus der Luft verstreut wird. Bei dieser Bestattungsart wird nach der Einäscherung ein Teil der Asche aus einem Luftfahrzeug, zum Beispiel einem Flugzeug, Heliumballon oder Hubschrauber, in die Atmosphäre verteilt.

Diese Form des Abschieds symbolisiert Freiheit, Weite und den Gedanken an eine letzte Reise in den Himmel. Angehörige können den Moment des Verstreuens oft begleiten oder später eine Dokumentation mit den genauen Koordinaten und dem Zeitpunkt erhalten, um den Ort der Beisetzung im Gedächtnis zu behalten.

Die Luftbestattung ist eine Variante der Feuerbestattung und erfordert stets eine vorherige Kremierung im Krematorium

Gesetzliche Situation einer Luftbestattung

In Deutschland ist die Luftbestattung als Bestattungsform nicht zulässig, da hier der sogenannte Bestattungszwang gilt und die Asche eines Verstorbenen an einem festen, offiziell ausgewiesenen Bestattungsort beigesetzt werden muss. 

Aus diesem Grund wird die Luftbestattung von vielen Bestattungsunternehmen in Zusammenarbeit mit Partnern im Ausland angeboten – beispielsweise in Ländern wie der Schweiz, den Niederlanden oder Frankreich, in denen diese Form der Bestattung erlaubt ist.

Wenn Sie eine Luftbestattung wünschen, kann im Vorfeld geklärt werden, ob und wie dieser Wunsch im Rahmen einer Bestattungsvorsorge berücksichtigt werden kann. Eine Überführung der Urne ins jeweilige Land ist dabei ein Teil der Planung.