Bestattung heute und gestern
Bestattungskultur
Der Abschied von einem geliebten Menschen ist eine der tiefsten menschlichen Erfahrungen. Bestattungskultur beschreibt die Art und Weise, wie Gesellschaften mit Tod, Trauer und Erinnerung umgehen – sowohl in praktischen Abläufen als auch in symbolischen Formen. Sie umfasst Rituale, Orte des Gedenkens, persönliche Gestaltungswünsche und den gesellschaftlichen Umgang mit Verlust.
Bestattungskultur ist kein statisches Gefüge: Sie verändert sich mit den Menschen, ihren Lebensentwürfen, ihren religiösen und weltanschaulichen Haltungen. Der Blick auf Bestattungen „gestern und heute“ zeigt, wie Tradition und Moderne miteinander verknüpft sind und wie dieser Wandel Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklung ist.

Historisch war die Bestattung in Deutschland überwiegend religiös und gemeinschaftlich geprägt. Frühere Generationen lebten häufig in klaren religiösen und gesellschaftlichen Strukturen, in denen kirchliche Rituale, festgelegte Abläufe sowie dauerhafte Grabstätten auf Friedhöfen das Bild des Abschieds bestimmten. Klassische Erd- oder Urnengräber mit individueller Pflege galten dabei lange Zeit als übliche Form der Beisetzung. Zugleich dienten Friedhöfe nicht nur als Orte der Bestattung, sondern auch als zentrale Räume des gemeinschaftlichen Gedenkens. Grabpflege, Trauerzeiten und Zeremonien folgten vertrauten Mustern, die Halt und Orientierung gaben.
Langfristige, repräsentative Befragungen für Gesamtdeutschland zeigen jedoch eine deutliche Veränderung der Wünsche. Während im Jahr 2004 noch 62 % der Befragten eine klassische Grabstätte bevorzugten, lag dieser Anteil im Jahr 2025 nur noch bei etwa 25 %. Diese Werte beruhen auf wiederholten Studien der Institute TNS-Emnid und Forsa im Auftrag der Verbraucherinitiative Aeternitas und beziehen sich ausdrücklich auf die Bevölkerung in Deutschland insgesamt. Die Entwicklung verdeutlicht veränderte Lebensrealitäten, etwa größere Mobilität, kleinere Familienstrukturen sowie unterschiedliche Vorstellungen von Erinnerung und Grabpflege.

Früher
Historisch war die Bestattung in Deutschland überwiegend religiös und gemeinschaftlich geprägt. Frühere Generationen lebten häufig in klaren religiösen und gesellschaftlichen Strukturen, in denen kirchliche Rituale, festgelegte Abläufe sowie dauerhafte Grabstätten auf Friedhöfen das Bild des Abschieds bestimmten. Klassische Erd- oder Urnengräber mit individueller Pflege galten dabei lange Zeit als übliche Form der Beisetzung. Zugleich dienten Friedhöfe nicht nur als Orte der Bestattung, sondern auch als zentrale Räume des gemeinschaftlichen Gedenkens. Grabpflege, Trauerzeiten und Zeremonien folgten vertrauten Mustern, die Halt und Orientierung gaben.
Langfristige, repräsentative Befragungen für Gesamtdeutschland zeigen jedoch eine deutliche Veränderung der Wünsche. Während im Jahr 2004 noch 62 % der Befragten eine klassische Grabstätte bevorzugten, lag dieser Anteil im Jahr 2025 nur noch bei etwa 25 %. Diese Werte beruhen auf wiederholten Studien der Institute TNS-Emnid und Forsa im Auftrag der Verbraucherinitiative Aeternitas und beziehen sich ausdrücklich auf die Bevölkerung in Deutschland insgesamt. Die Entwicklung verdeutlicht veränderte Lebensrealitäten, etwa größere Mobilität, kleinere Familienstrukturen sowie unterschiedliche Vorstellungen von Erinnerung und Grabpflege.
Aktuelle Zahlen zum Bestattungswesen in Deutschland
Statistische Daten zeigen die fortbestehende gesellschaftliche Relevanz des Themas:
- Im ersten Halbjahr 2025 wurden bundesweit über 520.000 Sterbefälle registriert.
- Gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 ergibt sich ein Anstieg von 2,54 %.
- Die Zahl der Bestattungsbetriebe blieb zwischen 2020 und 2024 mit rund 5.400 bis 5.500 Betrieben weitgehend stabil.

Unterschiedliche Grab- und Beisetzungsformen
Aktuelle Befragungen zu Bestattungswünschen zeigen eine wachsende Vielfalt möglicher Grab- und Beisetzungsformen. Neben klassischen Sarg- oder Urnengräbern auf dem Friedhof stehen heute unterschiedliche pflegeleichte, naturnahe oder symbolisch geprägte Formen des Erinnerns zur Verfügung, darunter pflegefreie Grabfelder innerhalb von Friedhofsanlagen, Baumbestattungen in Bestattungswäldern, Seebestattungen sowie Formen der Ascheverstreuung in der Natur oder der Aufbewahrung im privaten Umfeld.
Insbesondere pflegeleichte Grabarten gewinnen an Bedeutung, da sie organisatorische und zeitliche Anforderungen für Angehörige verringern können. Gleichzeitig eröffnet die größere Vielfalt neue Wege des Gedenkens, ohne die Bedeutung bewährter Traditionen aufzuheben. Erinnerung kann dadurch sowohl an einem festen Ort als auch in persönlicheren, freieren Formen gestaltet werden.
Zugleich gewinnt der bewusste Umgang mit Natur und Umwelt an Bedeutung. Nachhaltige Materialien, naturnahe Grabfelder und ressourcenschonende Verfahren zeigen, dass sich auch im Bereich der Bestattung gesellschaftliche Werte weiterentwickeln. Der Abschied wird damit nicht nur als persönlicher Moment verstanden, sondern auch als Ausdruck von Verantwortung und Achtsamkeit. Diese Entwicklungen lassen sich regional unterschiedlich beobachten und erweitern insgesamt die bestehenden Möglichkeiten des persönlichen und gemeinschaftlichen Gedenkens.

Unterschiedliche Grabarten
Unterschiedliche Grab- und Beisetzungsformen
Aktuelle Befragungen zu Bestattungswünschen zeigen eine wachsende Vielfalt möglicher Grab- und Beisetzungsformen. Neben klassischen Sarg- oder Urnengräbern auf dem Friedhof stehen heute unterschiedliche pflegeleichte, naturnahe oder symbolisch geprägte Formen des Erinnerns zur Verfügung, darunter pflegefreie Grabfelder innerhalb von Friedhofsanlagen, Baumbestattungen in Bestattungswäldern, Seebestattungen sowie Formen der Ascheverstreuung in der Natur oder der Aufbewahrung im privaten Umfeld.
Insbesondere pflegeleichte Grabarten gewinnen an Bedeutung, da sie organisatorische und zeitliche Anforderungen für Angehörige verringern können. Gleichzeitig eröffnet die größere Vielfalt neue Wege des Gedenkens, ohne die Bedeutung bewährter Traditionen aufzuheben. Erinnerung kann dadurch sowohl an einem festen Ort als auch in persönlicheren, freieren Formen gestaltet werden.
Zugleich gewinnt der bewusste Umgang mit Natur und Umwelt an Bedeutung. Nachhaltige Materialien, naturnahe Grabfelder und ressourcenschonende Verfahren zeigen, dass sich auch im Bereich der Bestattung gesellschaftliche Werte weiterentwickeln. Der Abschied wird damit nicht nur als persönlicher Moment verstanden, sondern auch als Ausdruck von Verantwortung und Achtsamkeit. Diese Entwicklungen lassen sich regional unterschiedlich beobachten und erweitern insgesamt die bestehenden Möglichkeiten des persönlichen und gemeinschaftlichen Gedenkens.
Bestattungskultur - Im Wandel der Gesellschaft
Die Gegenüberstellung historischer und aktueller Formen der Bestattung zeigt vor allem eine Erweiterung der Bestattungsmöglichkeiten. Traditionelle Rituale bestehen weiterhin, während zusätzliche individuelle, pflegeleichte oder naturnahe Formen zunehmend genutzt werden. Neben klassischen Sarg- oder Urnengräbern stehen heute vielfältige Beisetzungsarten zur Verfügung, darunter pflegefreie Grabfelder, Baumbestattungen, Seebestattungen sowie Formen der Ascheverstreuung in der Natur oder der Aufbewahrung im privaten Umfeld. Diese Vielfalt eröffnet neue Wege des Gedenkens, ohne die Bedeutung bewährter Traditionen aufzuheben, sodass Erinnerung sowohl an festen Orten als auch in persönlicheren, freieren Formen gestaltet werden kann.
Der Rückgang klassischer Grabwünsche seit 2004 sowie die gleichzeitige Ausweitung neuer Bestattungsformen verdeutlichen diesen Wandel. Zugleich bestätigen stabile Betriebszahlen und konstante Sterbefallzahlen die anhaltende gesellschaftliche Bedeutung des Bestattungswesens. Auch Aspekte wie Nachhaltigkeit, naturnahe Grabfelder und ressourcenschonende Verfahren gewinnen an Gewicht und spiegeln einen bewussteren Umgang mit Natur und Umwelt wider.
Bestattung heute zeigt zugleich, dass kulturelle und religiöse Werte nicht verschwunden sind. Auch wenn sich Formen des Abschieds verändert haben, bleibt die Kirche für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil der Trauer. Sie begleitet Abschiede, spendet Trost und gibt Familien Halt – und ist damit weiterhin Teil gelebter Erinnerungskultur. Insgesamt zeigt die Bestattungskultur damit eine kontinuierliche Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen – sowohl bundesweit als auch im regionalen Umfeld von Hattersheim am Main.
Trotz aller Veränderungen bleibt jedoch ein Wesentliches unverändert: der Wunsch nach einem würdevollen Abschied. Pietät, Respekt und Menschlichkeit bilden weiterhin die Grundlage jeder Bestattung – unabhängig davon, welche Form gewählt wird. Der Abschied schafft Raum für Erinnerung, Dankbarkeit und gemeinsames Gedenken, verbindet Vergangenheit und Gegenwart und gibt den Hinterbliebenen Halt in einer besonderen Lebensphase.
Der Blick auf Bestattung gestern und heute zeigt damit vor allem eines: Bestattungskultur ist ein lebendiger Ausdruck gesellschaftlichen Wandels. Sie bewahrt Traditionen, öffnet sich zugleich neuen Möglichkeiten und stellt stets den Menschen in den Mittelpunkt. In dieser Verbindung von Erinnerung, Würde und persönlicher Gestaltung liegt ihre bleibende Bedeutung – gestern, heute und in Zukunft.
Persönliches Fazit
Bestattungskultur war zu allen Zeiten ein Spiegel der Gesellschaft.
Während früher häufig feste religiöse und gesellschaftliche Vorgaben den Abschied bestimmten, zeigt sich heute eine größere Offenheit für individuelle Wünsche, persönliche Lebenswege und unterschiedliche Formen des Erinnerns. Dieser Wandel beschreibt weniger einen Bruch als vielmehr eine Weiterentwicklung – hin zu einer Bestattungskultur, die Tradition und Individualität miteinander verbindet.
Die Begleitung von Menschen in Zeiten des Abschieds verstehen wir dabei als eine dankbar angenommene und verantwortungsvolle Aufgabe.
Als Meisterbetrieb in Hattersheim am Main sehen wir unseren Anspruch darin, bewährte Werte mit modernen Möglichkeiten zu vereinen und Angehörige auf ihrem persönlichen Weg des Abschieds verlässlich zu begleiten.
Dabei fühlen wir uns einem Leitgedanken verpflichtet, der zeitlos geblieben ist:
„Ehret die Toten und dienet den Lebenden.“
Aus diesem Verständnis heraus stehen Pietät, Würde und Respekt vor dem Menschen an erster Stelle – unabhängig davon, ob er lebt oder bereits verstorben ist.
So bleibt Bestattung nicht nur eine Dienstleistung, sondern ein Ausdruck von Menschlichkeit, Verantwortung und gelebter Erinnerungskultur in unserer Stadt Hattersheim.

Aeternitas – Verbraucherinitiative Bestattungskultur (2025)
Rep.forsa-Umfrage zu bevorzugten Bestattungsformen in Deutschland (N = 1002).
Aeternitas – Entwicklung klassischer Grabwünsche 2004–2025
Zeitvergleich rep. Bevölkerungsbefragungen der Institute TNS-Emnid (2004, 2013, 2016) und Forsa (2019, 2022, 2025) zum Wunsch nach einer klassischen Grabstätte in Deutschland.
Adelta Faktenreport „Bestattung 2025“ / Statistisches Bundesamt (Destatis)
Sterbefallzahlen, Marktstruktur, Kostenentwicklung und wirtschaftliche Kennzahlen des Bestattungswesens in Deutschland.
Alle Angaben beziehen sich – soweit nicht anders gekennzeichnet – auf Daten für Gesamtdeutschland.

Quellen
Die in diesem Beitrag dargestellten Informationen und statistischen Daten beruhen auf folgenden Veröffentlichungen und Studien für Deutschland insgesamt:
Aeternitas – Verbraucherinitiative Bestattungskultur (2025)
Rep.forsa-Umfrage zu bevorzugten Bestattungsformen in Deutschland (N = 1002).
Aeternitas – Entwicklung klassischer Grabwünsche 2004–2025
Zeitvergleich rep. Bevölkerungsbefragungen der Institute TNS-Emnid (2004, 2013, 2016) und Forsa (2019, 2022, 2025) zum Wunsch nach einer klassischen Grabstätte in Deutschland.
Adelta Faktenreport „Bestattung 2025“ / Statistisches Bundesamt (Destatis)
Sterbefallzahlen, Marktstruktur, Kostenentwicklung und wirtschaftliche Kennzahlen des Bestattungswesens in Deutschland.
Alle Angaben beziehen sich – soweit nicht anders gekennzeichnet – auf Daten für Gesamtdeutschland.

